Anatomie
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Die Anatomie einer Vogelspinne
Körperbau
Vogelspinnen gehören zu den Gliederfüßern. Ihren Körper kann man grob in Prosoma (Vorderleib) und Opisthosoma (Hinterleib) unterteilen.
Anhand zweier vereinfachter Grafiken werden im Folgenden die wichtigsten Begriffe für eine weitere Unterteilung des Opisthosoma und Prosoma veranschaulicht:

Vorderleib:
- Cheliceren (Kieferklauen, Beißklauen)
- Labium (Mundöffnung)
- Pedipalpen (Taster)
- Bulbus (Geschlechtsorgan, nur bei adulten Männchen)
- Carapax (Oberseite)
- Augenhügel auf dem die Augen sitzen
- Thoraxgrube (Vertiefung auf der Oberseite)
- Sternum (Unterseite)
- Laufbeine, jeweils unterteilt in:
- Tarsus (Fuß)
- Metatarsus (Mittelfuß)
- Tibia (Schiene)
- Patella (Knie)
- Femur (Schenkel)
- Trochanter (Schenkelring)
- Coxa (Hüfte)
- Tibiaapophysen (Schienbeinhaken), nur bei adulten Männchen bestimmter Arten
- Saugmagen im Inneren

Hinterleib:
- Oberes Buchlungenpaar
- Unteres Buchlungenpaar
- Großes Spinnwarzenpaar
- Kleines Spinnwarzenpaar
- Epigastralfurche (Geschlechtsöffnung)
- Herz, Geschlechtsorgan und Teile des Darmes im Inneren
Der Hinterleib ist die empfindlichste Stelle der Vogelspinne, da er nicht durch ein hartes Exoskelett geschützt ist.
Buchlungen (zwei vordere und zwei hintere)
Geschlechtsorgane (links Spermathek eines Weibchens, rechts Bulbus eines Männchens)
Hafthaare
Vogelspinnen können selbst auf glattem Glas senkrecht laufen, da die winzigen und extrem dünnen Hafthaare an ihren Tarsen eine sogenannte Adhäsionskraft erzeugen. Auf rauhem Untergrund können sie sich außerdem mit den kleinen Krallen an den Enden der Tarsen festhalten.
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